Abschied nehmen

Das Leben mit einem Haustier ist geschenktes Glück aus Zeit.

Ein Tier ist oft nicht nur ein Familienmitglied, sondern auch vertrauensvoller Freund, treuer Spielgefährte und Lebensgefährte. Tiere bereichern unser tägliches Leben mit ihrer großen Lebensfreude und ihrer bedingungslosen Loyalität. Umso schwerer fällt es uns, Abschied nehmen zu müssen.

Als verantwortungsvolle Tierbesitzer haben wir die Verantwortung, unseren Schützlingen Leid zu ersparen und gegebenenfalls auch die schwere Entscheidung zu treffen, das Tier zu erlösen.

Den richtigen Zeitpunkt zu erkennen, ist oft ein schwerer Gewissenskonflikt und zieht die Frage nach sich, ob man auch richtig gehandelt hat.

Auch für uns ist diese Thema nicht Routine in der alltäglichen Praxis. Auch wir müssen immer wieder die Grenzen der Medizin akzeptieren und zum Wohle oder   Tieres entscheiden. Dabei ist es selbstverständlich, daß wir Sie auch in dieser schweren Entscheidung beraten und natürlich begleiten.

Bitte kontaktieren Sie uns frühzeitig, damit wir Sie über Ablauf und Vorgehensweise einer Euthanasie beraten können und mit Ihnen einen Termin vereinbaren können. Gerne kommen wir in einem abgesprochenen Termin auch nach Ihnen nach Hause.

Der Ablauf beim Einschläfern

Der medizinische Fachausdruck für Einschläfern lautet „Euthanasie“, was aus dem Griechischen kommt und übersetzt „gutes Sterben“ heißt (Eu = gut; thanatos = Tod).

Uns ist es sehr wichtig, dass das Tier sanft und tierschutzgerecht erlöst wird. Viele Tierhalter haben dennoch Bedenken, das Tier könne beim Einschläfern leiden, den Tod bewußt erleben. Diese Sorge ist unbegründet.

Beim Einschläfern erhält das Tier eine Spritze mit einem überdosiertem Narkotikum. Es wird so zunächst in eine tiefe Narkose versetzt, Schmerzempfinden und Wahrnehmung werden vollkommen ausgeschaltet. Durch die Überdosis hört es in tiefer Narkose dann auf zu atmen und das Herz hört auf zu schlagen.

Das Einschläfern dauert in der Regel zwischen 15-30 Minuten, je nachdem, wie die Euthanasie verläuft.                                                   Bei ruhigen Tieren kann man das Narkotikum über die Vene direkt in den Blutkreislauf des Tieres injizieren.                                            Bei unruhigen oder sehr kranken Tieren, bei denen die direkte Injektion über die Vene nicht möglich ist, geben wir erst eine intramuskuläre Narkose-Spritze, die eine tiefe Sedation ermöglicht. Erst wenn das Tier tief schläft, keine Reflexe mehr zeigt und kein Schmerzempfinden mehr vorhanden ist, wird das Narkotikum direkt in die Brust oder ins Herz gespritzt.                                                                             Diese zweite Variante dauert länger, da das Tier langsam einschläft und erst die zweite Injektion zum Atem- und Herzstillstand führt.                                                                                             In beiden Fällen verläuft der Sterbeprozess ohne Schmerzen und Qualen für das Tier.

Was passiert mit meinem verstorbenen Tier?

Wir besprechen gerne das weitere Vorgehen mit Ihnen.

Es gibt z.B. die Möglichkeit das Tier verbrennen zu lassen.                Wir arbeiten mit „Tierbestattungen im Rosengarten“ zusammen.          Auch besteht die Möglichkeit das Tier auf dem „Tierfriedhof Wolkenreise“ in Sprockhövel bestatten zu lassen.

 

 

Ich bin nicht tot, ich tausche nur die Räume.                               Ich leb in euch, und geh durch eure Träume.  (Michelangelo)